Unsere eigene Wohnung

… und der lange Weg dort hin

Die Katzenklappe.

Die Katzenklappe. Ein Drama in mehreren Akten.

Jens und ich möchten die Wohnung gerne für unsere künftigen Fellwecker optimal vorrüsten, deshalb planten wir den Einbau einer Katzenklappe. Die dafür nötige Aussparung in der Außenwand wurde beim Bauträger angefragt, geplant und schlußendlich beauftragt.

Nach meiner Auffassung haben wir nach BGB einen rechtswirksamen Werkvertrag geschlossen: Alle Beteiligten sind volljährig, unterliegen keiner krankhaften Störung der Geistestätigkeit und dürfen Willenserklärungen abgeben (§104 ff). Der Handlungsbevollmächtigte des Bauträgers hat uns ein Angebot unterbreitet, selbiges haben wir angenommen. Et voilà: Wir haben einen nach §631 ff wirksamen Werkvertrag, von dem man nicht so einfach zurücktreten kann – schon gar nicht einseitig.
Nun weigert sich der Bauträger aber seit geraumer Zeit vehement, die beauftragte Aussparung für die Katzenklappe herzustellen, mit Verweis auf die energieeffiziente Bauweise des Hauses.

Genau dieses Problem hatten wir aber schon im Vorfeld erkannt und explizit nachgefragt, ob eine Katzenklappe im Kfw-55-Haus problemlos realisierbar ist. Nachdem hier vom Statiker und Bauträger grünes Licht gegeben wurde, machten wir uns an die Planung, klärten mit der Versicherung ab, ob der Versicherungsschutz hier hinsichtlich Einbruch gefährdet ist (ist er bei unserem geplanten Wandeinbau nicht) und freuten uns auf den Einbau der Katzenklappe in das fachgerecht hergestellte Loch in der Wand.
Trotz Rechnungskürzung und Ankündigung weiterer rechtlicher Schritte verweigert man die Herstellung der Aussparung in der Wand. Auf „Irrtum“ oder „technisch nicht durchführbar“ kann sich der Auftragnehmer wohl eher nicht berufen…

Da uns die Klappe aber sehr wichtig ist, lassen wir uns nicht mit „machen wir aber nicht“ abspeisen. Die Rechtslage ist klar, zur Not lassen wir das Thema auch von einem Anwalt klären. Die Sachlage ist eindeutig, der Vertrag gültig. Damit ist der Bauträger nicht nur zur Auftragsausführung verpflichtet, sondern auch schadenersatzpflichtig, wenn die Aussparung nicht hergestellt wird. Heißt konkret: er dürfte auch noch unsere Anwaltskosten tragen. Zumindest soweit haben wir uns bereits von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

Nun ergab es sich, dass Jens heute noch einmal recherchierte, wie sich Katzenklappen und die Anforderungen eines Kfw-55-Hauses hinsichtlich Wärmedämmung und Dichtigkeit vereinen lassen. Er wurde fündig:

Uns schwebt dabei der überdämmte Einbau in der Wand vor, so wie auf diesem Bild des Herstellers:

Quelle: http://www.petwalk.de/opinion/sucessstories.html

Quelle: http://www.petwalk.de/opinion/sucessstories.html

Weitere Informationen dazu finden sich unter www.petwalk.de

Diese Lösung hat nun zwar in der Umsetzung und Finanzierung eine Null mehr an der Zahl vor dem Komma, als wir uns das ursprünglich dachten – aber so sollte dem Einbau einer Katzentüre in eine energieeffiziente Wohnung ja nun nichts mehr entgegenstehen.

Dafür entfällt eben vorerst zumindest gedanklich die Gartenhütte (für die Unterbringung von Gartenmöbeln, Grill, Rasenmäher, etc.), die wir nach Vorgaben des Baumamts ohnehin nur mitten im Garten hätten aufstellen dürfen.

 

Und ab sofort heißt die Katzenklappe „Katzentüre“ – „Klappe“ wird dem Teil einfach nicht mehr gerecht.

Zurück

Baustatus 22.02.2014

Nächster Beitrag

Bilderflut, Stand 01.03.2014

  1. Eva

    Nachtrag: Ich hoffe wirklich inständig, dass das der erste und letzte Beitrag ist, den ich mit aufgeschlagenem BGB neben der Tastatur schreiben musste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén