... und der lange Weg dort hin

Schlagwort: digitalstrom

Adios digitalSTROM

Wieso wir digitalSTROM entfernt und nun ESP8266 als Steuerung nutzen.

Kurz nach dem Einzug in unsere Wohnung haben wir digitalSTROM zur Automatisierung von Licht und Schatten installiert. Dies ist nun sechs Jahre her und die Technik ist seitdem nicht stehen geblieben.

Heute ist in unserem Heim wesentlich mehr vernetzt wie nur Lichter und Rollaeden. Die Gartenbewaesserung ist automatisiert, das Verhalten der Wohnung aendert sich je nach Jahreszeit, Anwesenheit und ob wir schlafen oder wach sind.

Mit einem grossen Wumms gab es daher nun auch die Erneuerung unserer Licht- und Rolladensteuerung. Beim Licht ist schon vieles auf Zigbee umgestellt und auch der Rest wurde nun durch ESP8266 basierte Mikrocontroller-Steuerungen der Shelly Serie ersetzt.
Zur Orchestrierung der verschiedenen Systeme nutzen wir HomeAssistant. Viele viele Details dazu in der Config auf GitHub.

Doch warum solch ein Aufwand fuer ein System, welches doch sechs Jahre gut funktioniert hat? Die Antwort ist Offenheit.
Offen im Sinne von Open Source, aber auch offen im Sinne von Interoperabilitaet.
Als Firmware der Shelly setzen wir ESPHome ein. Diese ist quelloffen und sehr individuell konfigurierbar – und was uns bei der gesamten Heimsteuerung wichtig ist: Alles laeuft lokal, keine Cloud, keine externen Services.
Auch ist ESPHome wesentlich zuverlaessiger und besser in den Rest unserer Steuerungen integrierbar. digitalSTROM war hier leider sehr widerspenstig, es waren selbstgeschriebene Bibliotheken und Integrationen notwendig. Das System ansich ist nicht wirklich freundlich zu externer Integration.

Wichtig fuer eine Nutzung in dieser Groessenordnung ist jedoch ein sehr stabiles WLAN. Wir setzen hierfuer auf die UAP Pro und AP AC Nano HD von ubiquiti.

Automatisierte Gartenbewässerung

Endlich war es soweit: Wir haben unsere Gartenbewässerung mit digitalSTROM automatisiert.

Basis des Systems ist ein Mix aus Gardena und Hunter. Aufgrund der schwierigen Form des Gartens ist die Abdeckung langer, aber schmaler Flächen durch einen Gardena OS140 Viereck-Versenkregner ideal. Die große Fläche wird dann durch drei Getrieberegner des Typs i20 von Hunter bewässert.

Gartenplan

Die gesamte unterirdische Anlage ist aus Komponenten von Gardena aufgebaut, deren Verlegung wirklich einfach ist. Ein wenig Planung zur Bestimmung aller Einzelkomponenten wie Eckverbinder, Anschlussstücke, etc ist im Vorhinein notwendig. Hier hilft der Gardena Gartenplaner weiter.

Beginn war natürlich der Aushub der Gräben für die Rohrlegung. Spaten in die Hand, Rasen abstechen und Graben ziehen. Ein Drainagespaten ist hier sehr zu empfehlen, da der eigentliche Graben dann nicht so breit sein muss wie ein gewöhnlicher Gartenspaten.

Gräben im Garten

Zum Zuschneiden des Rohres sollte man sich definitiv eine geeignete Rohrschere zulegen. Mit dieser erhält man saubere, gerade Schnittkanten ohne großen Aufwand. Damit wird der Zusammenbau ein Kinderspiel.

Der zweite große Teil ist dann natuerlich auch die automatische Steuerung.
Aufgrund der relativ geringen Durchflussmenge unseres Gartenwasserhahns, mussten wir die Bewässerung in drei Kreisläufe aufteilen:

  1. Viereck-Versenkregner (2)
  2. Versenk-Getrieberegner (3)
  3. Wasserentnahmestellen (Pipeline, Wassersteckdose)

Diese drei Kreisläufe dürfen dann nur unabhängig voneinander genutzt werden, damit jeweils der Druck ausreichend ist.

Die Regelung der einzelnen Kreise übernehmen 24V DC Ventile von Gardena. Diese werden über 0.5 qmm Kabel mit den digitalSTROM Relais-Modulen verbunden. Ein Last-Leiter je Ventil mit gemeinsamem Null-Leiter.

Ventilbox mit ersten Viereckregner

Nun aber zum Herzstück. In unserem Gartenhaus haben wir in einem IP65 Verteilerkasten die Steuerungstechnik verbaut. Eine 10A Sicherung (Charakteristik B) soll das System zusätzlich schützen. Dazu ein 24V Hutschienennetzteil und die digitalSTROM Relais-Module.

Verteilerbox zur digitalSTROM-Steuerung

Jeweils ein Ausgang der Relais-Module steuert einen Bewässerungskreislauf. Hier ist also noch Platz für einen vierten Kreislauf oder irgendeine andere Ansteuerung. Über benutzerdefinierte Handlungen kann man nun die einzelnen Stränge an- und ausschalten und über den Timer die gesamte Bewässerung automatisieren.

Heimbus Teil 2

DigitalSTROM AllianzDas Gespraech mit dem Elektriker ist vorbei und der Gewinner steht fest: Unser neues Heim wird mit digitalSTROM ausgestattet.

Die Erweiterbarkeit und die geringeren Einstigeskosten zusammen mit dem wesentlich moderneren Ansatz und offenen Schnittstellen haben den Ausschlag gegeben.
Seid gespannt auf kommende digitalSTROM Apps aus meiner Hand und Tools rund um die Nutzung dieser Heimautomatisierung.

Der Bus im Heim

Logo KNX

Die Entscheidung fuer den Heim-Bus steht an. Der bisherige Favorit ist der bewaehrte KNX Bus. Doch direkt auf seinen Fersen holt die digitalSTROM Variante immer weiter auf. Leider sind fuer letztere noch keine Heizungssteuerungen verfuegbar und auch die Zahl der Hersteller und damit die Auswahl der moeglichen Sensoren, Aktoren etc. haelt sich noch sehr in Grenzen.

DigitalSTROM AllianzEnde der Woche ist aber Termin beim Elektriker, der uns hier hoffentlich weitere Infos liefern kann.
Fuer mich als Entwickler bieten beide Systeme enormen Spielraum zur Automatisierung. digitalSTROM koennte hier vielleicht mit sehr einfachen Schnittstellen und einer unkomplizierteren Erweiterbarkeit punkten. Wenn da nicht das Risiko waere, dass sich das System nicht wie erwartet durchsetzt…

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